svastara


"Wir sind ein kosmischer Scherz, Schuckelchen. Ein Unfall aus Chemikalien und Evolution. Und all die Witze und der Sex verbergen nur die Tatsache, dass absolut nichts zählt."

(Torchwood)


2z5pqok


Worum es geht

Jo, wollte ich...
... Danke :-)
svashtara - 31. Okt, 03:00
zurückgekehrt
etwas länger geschwiegen, aber gut getanzt (weiter...
Miroslav (Gast) - 31. Okt, 02:49
Mein Kampf mit dem Wolf...
Mein Kampf mit dem Wolf ist ein Tanz am Abgrund entlang....
svashtara - 31. Okt, 01:58
Hi Svash, ich kann Dich...
Hi Svash, ich kann Dich z.Zt. nur hier erreichen -...
schmollfisch - 22. Aug, 23:17
Heizungsausfall wg Vattenfall
ich glaube, wir haben die Ursache für den erneuten...
Lenny (Gast) - 8. Aug, 12:58
Log#10:Torchwood Rodenkirchen
Komme gerade aus Cardiff, Torchwood. Habe dort endlich...
svashtara - 6. Aug, 13:25
Prämisse 15: Liebe...
Da die Zivilisation sowieso über kurz oder lang...
Lenny (Gast) - 30. Jul, 10:41

Elsas Tequila Rapido

"1 Flasche weißen Tequila
1 Flasche Bitter Lemon
1 Wasserglas mit circa 0,4 l Fassungsvermögen
1 Bierdeckel resp. ein Küchenhandtuch
Das Wasserglas halb voll mit Tequila befüllen, den Rest mit Bitter Lemon aufschütten. Das Glas mit einem Bierdeckel bedecken, nach dem zweiten Rapido empfiehlt sich zusätzlich ein Küchenhandtuch.
Volle Kanne auf den Tisch damit hauen. Aber richtig feste. Jetzt schäumt es wie Hirsch.
Auf einen Zug leer trinken."

Unter meinem Himmel

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femineca

Mittwoch, 1. Juli 2009

Nicht tot

Offenbar ist es dem geneigten deutschen Leser auch egal, ob ich gestern Nacht in der Badewanne ertrunken bin oder nicht.
Ich bin nicht, aus der Schlafbadewanne ist nämlich nichts geworden. Nach einer Viertelstunde zog ich mich aus dem kühlen Nass und versuchte, meinen schockgefrorenen Organismus durch sanfte Massagen mit Lavendelöl wiederzubeleben. Das brachte gegen halb sechs Uhr dann schließlich den ersehnten Schlaf.
Der empfindlich gegen halb acht durch einen penetrant klingelnden Wecker gestört wurde. Normalerweise schalte ich den Wecker in solchen Nächten kommentarlos aus und verschiebe im Geiste alle Termine des Tages einfach auf den nächsten.

Jetzt habe ich einen geschrotteten Wecker, den ich heute früh vom Tisch gerissen habe, und einen kaputten Ventilator, den Femchen heute nachmittag irgendwann vom Tisch gerissen hat.
Femi, so habe ich übrigens mal nachgegoogelt, ist ein afrikanischer Name und bedeutet übersetzt "Liebe mich". Und wenn es einen Namen gibt, der zu diesem Hund wirklich passt, dann doch dieser.
Meiner hingegen bedeutet "Glückskind" oder auch "Stimme Gottes", und beides ist so entsetzlich unpassend, so unglaublich daneben, als würde das Schicksal mich absichtlich verspotten wollen, dass ich mir überlege, mich amtlich umzubenennen.

Wäre blöd, weil eine Namensänderung in Deutschland heftig teuer ist. In Serbien ist sie, soweit ich weiß, sogar völlig unmöglich. Was bleibt einem da anderes, als sich mit dem abzufinden, was man laut Namensgebung ist.
Ganz abgesehen davon, dass ich trotz Namensänderung immer noch genau wüsste, wie ich eigentlich heiße, auch wenn es nicht mehr in meinem Ausweis steht. Und außerdem stelle ich es mir schwierig vor, mich nach so vielen Jahren auf einen anderen Namen umzugewöhnen.
Und noch außerdem wird man dadurch, dass man seinen Namen ändert, nicht zwingend eine Andere. Das mag bei Madonna ja geklappt haben. Ich würde hingegen immer ich bleiben. Seinem Leben zu entkommen, ist ohnehin unmöglich. Ich weiß das, ich hab es auf die unterschiedlichsten Arten und Weisen oft genug versucht.

Gestern Nacht durchblätterte ich twoday noch ein wenig, bevor ich in die Badewanne ging. Las einen Haufen sinnvoller und einen noch größeren Haufen sinnloser Cyberliteratur und stellte fest, dass meine Wahrnehmung von der Gesellschaft eine völlig verzerrte sein muss. Was sich da größter Beliebtheit freut, ist oft einfach nicht das meine.
Muss es ja auch nicht, dafür schreibe ich ja meinen eigenen Blog, und an dem kann ich mich dann freuen. An meinem umwerfenden Sinn für feinen Humor im Subtext, den syntaktischen Meisterleistungen meiner Metaphern, den kleinen Wahrheiten und Unwahrheiten, die ich unregelmäßig in meine Tagebuchaufzeichnungen streue, so dass ich einige Wochen später selbst nicht mehr weiß, was nun eigentlich stimmt und was ich mir lediglich ausgedacht habe.
Aber das macht es ja auch aus. Jemand anderes zu sein. Einen anderen Namen zu haben, eine andere Biografie zu beschreiben, ein anderes Leben zu heucheln.
Man kann sich selbst entkommen.
Sich in die Cyberwelt flüchten.
Wow, wie der Rasenmähermann.
Oder fast zumindest.

Schlaflos

Einer meiner Lieblingsmusiker, Djordje Balasevic, hat, so glaube ich, im letzten Jahr etwas entscheidend Kluges gemacht, was ich eventuell modifiziert auch deutschen Musikern anraten würde.
Balasevic, einer der erfolgreichsten Liedermacher in Ex Yu überhaupt, hat eine Auswahl seiner Songs von (mir unbekannten) Rockbands neu aufnehmen lassen. Im Herzen immer ein Rocker, jedoch dafür gänzlich untalentiert, hat er auf diese ungeheuer kreative Art und Weise jetzt das bekommen, was er sich gewünscht hat.
Das Ergebnis lässt sich durchaus hören.

Okay, interessiert den geneigten deutschen Leser jetzt einen feuchten Fuzzi, was ich mir um drei Uhr nachts so im Netz anhöre.
Viel interessanter ist wohl, was ich mir dabei denke, um drei Uhr nachts überhaupt irgendwo anders zu sein als im Bett. Schließlich ist morgen ein Arbeitstag.

Nur, ehrlich, ist es im Augenblick einfach zu heiß fürs Schlafen, und kühle Träume sind für diese Nacht nicht mehr zu erwarten. Mein nackter Rücken klebt am Kunstleder des Schreibtischsessels, die Finger rutschen von der Tastatur, selbst die Stereoanlage dudelt irgendwie träge. Der Sommer im Rheinland ist schwül und feucht. Eigentlich kaum zu ertragen und genau deshalb eigentlich kaum zu verstehen, weshalb wir das bevölkerungsreichste Bundesland der Republik sind. Der Sommer bleibt jetzt auch erst einmal so, sagt der Wetterdienst, und das weiß auch Femi, die sich ächzend aus ihrem Körbchen hebt, um auf den Kacheln im Flur ein bisschen abzukühlen. Ich setze da auf Bussi Kratzeis. Nur halb durchgefroren, so dass man es noch bequem löffeln kann.

In Nächten wie diesen, die so heiß sind, so feucht, so endlos, da frage ich mich immer intuitiv, ob ich in diesem Leben jemals wirklich glücklich werde. Ob es irgendwo auf mich wartet, mein Glück mit den dunklen Augen, darauf, dass ich es endlich bemerke, denn es ist ja da, das Glück, nur werde ich es eben nicht auf dem Grund eines Bussi Kratzeisbechers finden.
Ich glaube, die Liebe begegnet einem nur einmal im Leben. Und wenn es die echte Liebe ist, die wahre, die tiefe, so tief, dass man glaubt, man blicke in einen untiefen Abgrund der eigenen Seele, so wahr, dass man ängstlich wird, das Leben könnte sie einem wieder nehmen, und man weiß, dass man in diesem Fall nie wieder wird atmen können, dann ist man der Göttlichkeit ganz nah. Max Goldt schrieb in einem völlig anderen Zusammenhang einmal von dem "Weiterkommen in der eigenen Menschwerdung". Wenn sie einem begegnet, die wahre Liebe, die tiefe, dann ist man seiner Menschwerdung einen großen Schritt entgegengetreten, glaube ich.

Wie auch immer, meine Liebe zu Bussi Kratzeis ist hier jetzt nicht gemeint. Obwohl es wirklich hilfreich ist, das Bussi. Ich halte mir den Becher an die Stirn, reibe ihn unter die Achseln und verteile kleine Eissplitter auf Brüsten und Bauch, beobachte, wie sie wegschmelzen und in feinen Rinnsalen auf die Oberschenkel zulaufen.

Vielleicht werde ich jetzt die Badewanne volllaufen lassen, einige Würfel Eis hineinwerfen und mich darin schlafen legen. Sollte ich heute Nacht ertrinken, melde ich mich morgen erst einmal nicht. Sollte ich mich morgen erst einmal nicht melden, bedeutet das hingegen nicht automatisch, dass ich heute Nacht ertrunken bin.

Okay, morgen früh, wenn um halb acht der Wecker klingelt, finde ich das dann sicherlich auch nicht mehr witzig.
Aber für heute Nacht wird es reichen.
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"И што погледам
Све је песма
И чега год се такнем
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Иво Андрић


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